Der Sonntag begann mit einem neuen Freund: Michael, der Deutsche aus dem Bus hatte seinen Aufenthalt verlängert und war in unser Hotel umgezogen und wir beschlossen, zusammen bei Subway frühstücken zu gehen. Es nahm natürlich etwas Zeit in Anspruch, bis wir komplett wach und angezogen waren, aber gegen 13 Uhr war es dann so weit und wir machten uns auf den Weg.
Er erzählte ein bisschen von seiner Zeit in Neuseeland, von der Schönheit der Landschaft, seiner Arbeit als Work&Traveller und den 2 Monaten, die er zum Reisen Zeit gehabt hatte. Bei Subway stärkten wir uns, flüchteten aber bald vor der unerträglich kalten Klimaanlage, die scheinbar genau über uns hing. Zurück in der Sonne entschieden wir uns, zum Pool unseres Hotels zu gehen, etwas in der Sonne zu liegen um ein bisschen Farbe zu bekommen.
Liesa kämpfte immernoch mit ihrer Erkältung und Robert musste lernen, also spazierten wir zu zweit zum kühlen Nass. Dort angekommen sicherten wir uns zwei Liegen, ein paar kalte Getränke und sondierten die Lage: Bierballspielende Menschen, schwimmende Menschen, sich sonndende Menschen, uns anstarrende und auf eine Unterhaltung hoffende Menschen… also schnell weg gucken und mit der Videocamera rumspielen, die Filmstudentin Siv immer mitschleppte. Die Musik war angenehm laut und wir brutzelten in der Sonne. Als ich mich spontan aufrichten wollte, rutschte ich zwischen den Gummibändern meines Liegestuhls durch und knallte mit dem Knie auf den Boden. Tollpatsch lässt grüßen! Es gab viel Aua, ein bisschen Blut, aber ein Indiander kennt ja bekanntlich keinen Schmerz
Nachdem Siv mich getröstet und sogar die beiden Dänen auf den Liegen neben uns sich versichert hatten, dass es mir gut ging, konnte das Sonnenbad weiter gehen.
Nach einer ausgedehnten Unterhaltung mit unserem neuen Freund John zogen wir uns zurück ins Hotelzimmer, um uns frisch zu machen und den Strip herunter zu maschieren, wir wollten ins New York New York um dort Achterbahn zu fahren. Viele Hotels in Las Vegas bieten bestimmte Attrakionen an: z.B. in unserem Hotel (Imperial Palace) befindet sich angeblich die weltgrößte Ausstellung von Oldtimern, im Circus Circus befindet sich ein riesiger Vergnügungspark und im Mandalay Bay gibt es zahlreiche Aquarien und ein Haibecken und im Golden Nugget befindet sich sogar ein Haifischbecken, durch das eine Rutsche in ein Schwimmbecken führt. Jedes Hotel verfügt über mindestens einen Pool und ein Spa, ob man also Party machen, Geld verzocken oder einfach nur entspannen will – es ist für jeden Geschmack etwas dabei!
Auf dem Weg zum New York New York fanden wir wieder zahlreiche neue Freunde. Wir versprachen allen, uns bei ihnen zu melden und kamen nach ca einer Stunde langsamen Laufens endlich an. Im Hotel suchten wir gleich den Weg zum Rollercoaster, stellten uns an und bezahlten ein viel zu hohes Eintrittsgeld von 14$. Endlich saßen wir in der Achterbahn und ich wollte noch schnell ein Foto mit meiner Camera machen, leider hatte ich das Schild übersehen, welches das Verbot aller elektrischen Geräte bekannt gab und sogleich wurden wir ermahnt und ich wurde gebeten, meine Camera doch bitte in eins der Schließfächer zu legen. Also gings auf zum Schließfach, wo mir auffiel, dass ich kein Geld bei mir hatte und Liesa, die auf unsere Handtaschen aufpasste, stand zu weit weg. Also versteckte ich kleiner Rebell die Digicam unter meinem Shirt und zurück gings auf unsere Plätze.
Wir rollten langsam raus und ich freute mich, das ‘Bahnpersonal’ überlistet zu haben. Vor der ersten Kurve standen wir noch ca 2 Minuten und ich knipste wieder fröhlich Bilder, als mir plötzlich ein ziemlich böse schauender Mann vom Wachpersonal auf die Schulter tippte und meine Camera einforderte. Verdammt!!! Mit einigem Gezeter gab ich mein gutes Stück ab und los ging die Fahrt!
Ich muss sagen, die 14$ waren zwar zu viel, aber es hat sich definitiv gelohnt, die Fahrt dauert nur ca 3 Minuten, allerdings gibts Loopings, grauenvolle Drehungen, Schreien und Weinen inklusive. Empfehlenswert für jeden Achterbahnfan, denn auch die Aussicht von den höchsten Punkten ist wunderschön.
Mit zerzausten Haaren, verschmiertem Makeup und einem seeligen Lächeln auf den Lippen stolperten wir aus der Achterbahn und Liesa entgegen, die geduldig wartete, bis wir uns wieder gefangen hatten. Dann ging es durchs Casino zurück und raus aus dem Hotel. Die relativ frische Luft draußen tat uns gut und die Sonne wärmte unsere vom Achterbahnwind und den Klimaanlagen gekühlten Körper. Wir spazierten die Straße zurück und entschieden uns, im Hard Rock Cafe unser Abendessen einzunehmen, da wir die Nase vom Fastfood schon voll hatten.
Das Essen war gut, vor allem die Bruschetta waren toll und so stopften wir uns voll, um danach noch das ein oder andere Kleidungsstück mitzunehmen und weiter gings die Hauptstraße hinunter. Wir schossen tolle Bilder und freuten uns unseres Lebens bis wir ko und erschöpft gegen 23 Uhr wieder im Hotel ankamen.
Der eigentliche Plan war, mindestens in die Bar, höchstens in den nächsten Stripclub zu gehen, allerdings schlief ich beim Blogschreiben ein, meine beiden Mitbewohnerinnen ebenso, nur ohne das Schreiben. Es war allerdings auch nicht schlimm, denn am nächsten Morgen würde der Wecker kurz vor 5 Uhr klingeln, denn für Montag war die Fahrt zum Grand Canyon geplant…
N.










































