Las Vegas birgt Verletzungsgefahr…

‎Samstag, ‎12. ‎Mai ‎2012, ‏‎21:52:48

Der Sonntag begann mit einem neuen Freund: Michael, der Deutsche aus dem Bus hatte seinen Aufenthalt verlängert und war in unser Hotel umgezogen und wir beschlossen, zusammen bei Subway frühstücken zu gehen. Es nahm natürlich etwas Zeit in Anspruch, bis wir komplett wach und angezogen waren, aber gegen 13 Uhr war es dann so weit und wir machten uns auf den Weg.

Er erzählte ein bisschen von seiner Zeit in Neuseeland, von der Schönheit der Landschaft, seiner Arbeit als Work&Traveller und den 2 Monaten, die er zum Reisen Zeit gehabt hatte. Bei Subway stärkten wir uns, flüchteten aber bald vor der unerträglich kalten Klimaanlage, die scheinbar genau über uns hing. Zurück in der Sonne entschieden wir uns, zum Pool unseres Hotels zu gehen, etwas in der Sonne zu liegen um ein bisschen Farbe zu bekommen.

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Liesa kämpfte immernoch mit ihrer Erkältung und Robert musste lernen, also spazierten wir zu zweit zum kühlen Nass. Dort angekommen sicherten wir uns zwei Liegen, ein paar kalte Getränke und sondierten die Lage: Bierballspielende Menschen, schwimmende Menschen, sich sonndende Menschen, uns anstarrende und auf eine Unterhaltung hoffende Menschen… also schnell weg gucken und mit der Videocamera rumspielen, die Filmstudentin Siv immer mitschleppte. Die Musik war angenehm laut und wir brutzelten in der Sonne. Als ich mich spontan aufrichten wollte, rutschte ich zwischen den Gummibändern meines Liegestuhls durch und knallte mit dem Knie auf den Boden. Tollpatsch lässt grüßen! Es gab viel Aua, ein bisschen Blut, aber ein Indiander kennt ja bekanntlich keinen Schmerz :) Nachdem Siv mich getröstet und sogar die beiden Dänen auf den Liegen neben uns sich versichert hatten, dass es mir gut ging, konnte das Sonnenbad weiter gehen.

Nach einer ausgedehnten Unterhaltung mit unserem neuen Freund John zogen wir uns zurück ins Hotelzimmer, um uns frisch zu machen und den Strip herunter zu maschieren, wir wollten ins New York New York um dort Achterbahn zu fahren. Viele Hotels in Las Vegas bieten bestimmte Attrakionen an: z.B. in unserem Hotel (Imperial Palace) befindet sich angeblich die weltgrößte Ausstellung von Oldtimern, im Circus Circus befindet sich ein riesiger Vergnügungspark und im Mandalay Bay gibt es zahlreiche Aquarien und ein Haibecken und im Golden Nugget befindet sich sogar ein Haifischbecken, durch das eine Rutsche in ein Schwimmbecken führt. Jedes Hotel verfügt über mindestens einen Pool und ein Spa, ob man also Party machen, Geld verzocken oder einfach nur entspannen will – es ist für jeden Geschmack etwas dabei!

Auf dem Weg zum New York New York fanden wir wieder zahlreiche neue Freunde. Wir versprachen allen, uns bei ihnen zu melden und kamen nach ca einer Stunde langsamen Laufens endlich an. Im Hotel suchten wir gleich den Weg zum Rollercoaster, stellten uns an und bezahlten ein viel zu hohes Eintrittsgeld von 14$. Endlich saßen wir in der Achterbahn und ich wollte noch schnell ein Foto mit meiner Camera machen, leider hatte ich das Schild übersehen, welches das Verbot aller elektrischen Geräte bekannt gab und sogleich wurden wir ermahnt und ich wurde gebeten, meine Camera doch bitte in eins der Schließfächer zu legen. Also gings auf zum Schließfach, wo mir auffiel, dass ich kein Geld bei mir hatte und Liesa, die auf unsere Handtaschen aufpasste, stand zu weit weg. Also versteckte ich kleiner Rebell die Digicam unter meinem Shirt und zurück gings auf unsere Plätze.

Wir rollten langsam raus und ich freute mich, das ‘Bahnpersonal’ überlistet zu haben. Vor der ersten Kurve standen wir noch ca 2 Minuten und ich knipste wieder fröhlich Bilder, als mir plötzlich ein ziemlich böse schauender Mann vom Wachpersonal auf die Schulter tippte und meine Camera einforderte. Verdammt!!! Mit einigem Gezeter gab ich mein gutes Stück ab und los ging die Fahrt!

Ich muss sagen, die 14$ waren zwar zu viel, aber es hat sich definitiv gelohnt, die Fahrt dauert nur ca 3 Minuten, allerdings gibts Loopings, grauenvolle Drehungen, Schreien und Weinen inklusive. Empfehlenswert für jeden Achterbahnfan, denn auch die Aussicht von den höchsten Punkten ist wunderschön.

Mit zerzausten Haaren, verschmiertem Makeup und einem seeligen Lächeln auf den Lippen stolperten wir aus der Achterbahn und Liesa entgegen, die geduldig wartete, bis wir uns wieder gefangen hatten. Dann ging es durchs Casino zurück und raus aus dem Hotel. Die relativ frische Luft draußen tat uns gut und die Sonne wärmte unsere vom Achterbahnwind und den Klimaanlagen gekühlten Körper. Wir spazierten die Straße zurück und entschieden uns, im Hard Rock Cafe unser Abendessen einzunehmen, da wir die Nase vom Fastfood schon voll hatten.

Das Essen war gut, vor allem die Bruschetta waren toll und so stopften wir uns voll, um danach noch das ein oder andere Kleidungsstück mitzunehmen und weiter gings die Hauptstraße hinunter. Wir schossen tolle Bilder und freuten uns unseres Lebens bis wir ko und erschöpft gegen 23 Uhr wieder im Hotel ankamen.

Der eigentliche Plan war, mindestens in die Bar, höchstens in den nächsten Stripclub zu gehen, allerdings schlief ich beim Blogschreiben ein, meine beiden Mitbewohnerinnen ebenso, nur ohne das Schreiben. Es war allerdings auch nicht schlimm, denn am nächsten Morgen würde der Wecker kurz vor 5 Uhr klingeln, denn für Montag war die Fahrt zum Grand Canyon geplant…

N.

Schock, Shoppen, Schlafen

‎Freitag, ‎11. ‎Mai ‎2012, ‏‎23:33:47

… Der Samstag begann für uns alle sehr früh und mit einem ziemlichen Schock. Ich hatte tief und fest geschlafen und konnte mir so schnell gar nicht meine Schlafbrille von den Augen reißen, als plötzlich die Hotelsirene ertönte. Kein dezentes Piepen, sondern ohrenbetäubender Lärm! Mein erster Impuls war, mich verteidigen zu müssen und so boxte ich wild in die Luft, bis ich mir nach einigen Momenten erstmal das sichtverdeckende Stück Stoff von den Augen zerren konnte. Auch meine Mitbewohner waren wach, schauten aus müden Augen genervt und geschockt in den Raum. Ich sprang aus dem Bett und öffnete die Zimmertür und auf dem Flur blickten mich aus allen Zimmern heraus verschlafene Gesichter an, niemand wusste, was los war. Also ging ich zurück ins Zimmer und begleitet von der ständig aufheulenden Sirene auf den Balkon um in den Innenhof zu blicken. Auf den anderen Balkonen standen überall Menschen, die versuchten herauszufinden, was hier grade schief lief. Ich meine, Las Vegas ist eine Partystadt, hier steht einfach niemand vor 9 Uhr auf und dieser unfreiwillige Weckruf passte niemandem so richtig. Die Stimme der Sirene erkärte uns, dass dies ein Notfall sei und wir gebeten wurden, im Zimmer zu bleiben und die Türen verschlossen zu halten. Wir strikten Theorien, was passiert sein könnte: Ein Brand, ein terroristischer Angriff, ein Amoklauf oder einfach ein dussliger Azubi, der versehentlich an den Notfallknopf gestossen war? All das war nicht auszuschließen. Nervös lief ich durchs Zimmer und schaute immer mal wieder auf den Flur, doch nichts geschah, keine weitere Info, nur das laute Geräusch und die sich immer wiederholende Durchsage.

Nach ca 10 Minuten lief aus einem Durchgang im Innenhof eine ganze Menge Wasser, so dass wir vermuteten, es gab doch irgendwo einen Brand. Doch dann wurde der Alarm abgestellt und ich schlich zurück ins Bett. Mein Herzchen pochte immernoch ziemlich wild, doch ich schlief bald ein. Ich weiß nicht mehr, wann wir erwachte, aber es war sicher nach 12 Uhr. Nachdem wir uns angezogen und die Alarmszene nochmals durchgegangen waren, verließen wir das Hotel um ein weiteres Mal bei Denny’s einzukehren und uns zu stärken. Robert und Siv überlegten, ins Kino zu gehen, doch Liesa erinnerte die beiden daran, dass heute der Tag war, auf den wir schon lange voller Vorfreude warteten: Wir wollten ins Outletcenter fahren und Shoppen!!

Nachdem wir einige Zeit gebraucht und unsere 7 Sachen zusammen gesucht hatten, ging es endlich los: raus aus dem Hotel, zum Taxistand und dem Fahrer unser Ziel gesagt. Die Fahrt dauerte knapp 20 Minuten und gegen 15.30 standen wir endlich vor den Türen des riesigen Centers.

Die folgenden 5 1/2 Stunden verbrachten wir erwartungsgemäß in einer Art Rauschzustand, es gab so viele Läden, in die wir mussten, so viele Kleider anzuprobieren und Mitbringsel zu kaufen! Ein kleiner Zwischenstopp bei den Restaurants half uns, einen einigermaßen kühlen Kopf zu bewahren und uns mit Vitaminen zu versorgen, denn es gab tatsächlich neben ‘Pandaexpress’ (asiatisch) und McDonalds auch einen Stand, wo es Salat gab! Nach einem großen Gartensalat und einem Fruchtbecher meinerseits streikte allerdings mein Magen, soviel Gesundes war er nicht mehr gewohnt, er wusste nicht, was er damit anstellen sollten und beförderte das leckere Essen wieder hinaus :(

Nach einer kurzen Verschnaufpause gings weiter, den letzten Teil des Outletcenters unsicher machen bis wir kurz vor Ladenschluss endlich voll bepackt mit vielen Tüten endlich ein Taxi bestiegen und wieder Richtung Hotel düsten. Wir waren glücklich und zufrieden, konnten wir doch nun ein paar Sonnenbrillen, Haarreifen, Ketten, zahlreiche Kleider, Shirts, Hosen und Schuhe unser Eigen nennen! In einem zauberhaften Kindermodengeschäft kaufte ich sogar noch ein süßes Lätzchen für mein neugeborenes Cousinchen!

Auf dem Weg zurück hielten wir noch kurz an der Apotheke, da meine beiden Mitbewohnerinnen immer mehr mit ihrer Erkältung kämpften. Wenig Schlaf, der ständige heiß-kalt-Schock durch die warme Luft und die Klimaanlagen und die eiswürfelgekühlten Getränke taten ihr Übriges, um Halsschmerzen und Heiserkeit nicht schwinden zu lassen. Ich war froh, nur eine leichte Heiserkeit durch das laute Mitgesinge in den Clubs mit mir rum zu schleppen und kaufte mir Hustenbonbons. Gegen 22Uhr kamen wir endlich im Hotel an, ziemlich ko, mit von den schweren Einkaufstüten abgestremmten Handgelenken und glitzernden Äuglein. Wir verglichen gegenseitig unsere neuen Schätze und überlegten, wie wir den Abend perfekt ausklingen lassen konnten.

Liesa wurde leider von ihrer Erkältung und der Müdigkeit umgehauen, doch Siv, Robert und mich trieb es noch hinaus in Nacht. Es war Cinco de Mayo und Las Vegas platzte vor Menschenmassen aus allen Nähten. Bei einem kurzen Stop in der Carnival Bar neben unserem Hotel trafen wir unseren Freund Rob, den wir an unserem Ankuftstag bei unserer Straßenparty kennen gelernt hatten. Wir tauschten Nummern aus und wollten uns am nächsten Abend wieder in der Bar treffen.

Wir kämpften uns wieder zurück auf die Straße und fanden einen Pizzaladen, denn der Hunger hatte uns eingeholt. Ich musste allerdings nach einem Stück Pizza und 2 kleinen Brotstangen aufgeben und den Weg zurück ins Hotel antreten, ich war einfach zu ko. Siv und Robert kamen ungefähr 2 Stunden später. Liesa war von unserer frühen Rückkehr überrascht, sie hatte sich schon darauf eingestellt, uns wieder erst morgens um 8 hereinstolpern zu hören… ;)

N.

Wild, wilder, wir ;)

‎Donnerstag, ‎10. ‎Mai ‎2012, ‏‎06:23:50

… Der Freitag startete für uns verhältnismäßig früh: halb 10 klingelte der Wecker, weil wir uns halb 11 mit unserem neuen Freund Kevin vor dem Hotel treffen wollten, der uns mit zur Poolparty im MGM nehmen wollte.

Als wir “pünktlich” 10.40 vor dem Hotel standen, war Kevin leider nicht (mehr?) da, also machten wir uns auf eigene Faust auf, das MGM zu finden. Auf dem Weg dahin wurden wir wieder von zahlreichen Promotern angesprochen und einer von ihnen erklärte uns, die Poolparty im MGM würde nicht stattfinden, stattdessen empfahl er uns die im Mirage.

Also drehten wir um und machten uns auf den Weg ins Mirage Hotel. Auf dem Weg dorthin wurden wir wieder von einem Promoter angesprochen, der uns auf die Gästeliste für den RAIN-Club im Palms Hotel schrieb, wo am Abend auch Flo Rida auftreten würde. Wir glaubten dem Ganzen noch nicht, waren aber trotzdem gespannt, was uns am Abend erwarten würde…

Weiter gings Richtung Mirage. Dort angekommen brauchten wir ca. 20 Minuten, um den Weg zur ‘Adult Pool Area’ zu finden, die leider eine pure Enttäuschung war: um einen Minipool, der eher einer Pfütze glich, lagen eng aneinander viel zu viele Menschen. Auch die Liegen und Betten waren komplett voll, so dass wir nach einer Runde um den Pool und ein paar mürrischen Blicken Richtung Personal diese ‘Poolparty’ wieder verließen.

Auf dem Weg hinaus kamen wir an einer zweiten Poollandschaft vorbei, für die wir auch gern Eintritt zahlen wollten, denn sie sah einfach nur herrlich aus. Zurück gings zum Ticketschalter und eine unverständlich murmelnde Dame knöpfte jedem ca 20 Dollar ab. Egal, wir freuten uns, endlich ins Wasser springen zu können und stürmten voraus. Unsere Eintrittskarte wurde kontrolliert, wir passierten ein Drehkreuz und standen vor… einem Becken mit Delphinen! Das Wasser sah zwar einladend aus, aber reinspringen durften wir nicht, also filmten wir die munter im kühlen Nass rumschwimmenden Tierchen und suchten weiter nach dem Becken, in dem auch wir planschen durften. Vorbei gings an einem weiteren Delphinbecken und wir kamen zum…: Löwengehege. Ok, nicht das, was wir wollten und grade brauchten, aber es war trotzdem nett anzusehen. Weiße Tiger und Löwen von Sigfrid und Roy.

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Wir liefen zurück und suchten verzweifelt nach dem Eingang für den Poolbereich, von wo wir Wasser plätschern hörten und fröhliche Stimmen, aber es gab keinen Eingang. Wir hatten das Eintrittsgeld dafür bezahlt, Delphine und Löwen sehen zu können und waren sprachlos: die Sonne knallte uns ins Gesicht, uns war einfach nur heiß und nirgendwo war erreichbares Wasser! Wie eine Fatamorgana in der Wüste lag der Pool vor uns, an den wir nicht gelangen konnten.

Also gings zurück, raus aus dem Mirage, wir waren enttäsucht, genervt und hungrig und mittlerweile war es schon ca. 14 Uhr. Kaum hatten wir die Straße überquert, leuchtete vor uns ein großes Schild mit der Aufschrift “Outback Restaurant”. 5 Minuten später saßen wir am Tisch und Mike, unser Kellner, nahm die Bestellungen auf. Das Essen war sehr lecker und wir witzelten mit unserem Kellner rum, der uns am Ende sogar noch seine Nummer aufschrieb, falls wir irgendwann mal Hilfe bräuchten.

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Siv und ich entschieden uns, danach im Palazzo einige unserer neuen Freunde zu besuchen, während Liesa ins Hotel zurück kehrte, um ihre Haare zu waschen und zu schlafen. Gesagt, getan und so kamen wir nach einigen Minuten im 4Sterne Hotel an, suchten ca 15 Minuten nach den Fahrstühlen und fanden in dieser Zeit wieder viele neue Freunde. Im Zimmer angekommen bestaunten wir nicht nur den Luxus, den unsere Freunde genossen, sondern auch eine unschlagbare Aussicht aus der 15ten Etage auf Las Vegas, die Berge und eine riesige Poollandschaft, die wir gleich erobern würden…

Kurze Zeit später aalten wir bereits in der Sonne, saßen im Jacuzzi, im Pool, im anderen Pool, im nächsten Pool und in noch einem Pool. Kein Vergleich also zu dem einen Minipool, den unser Hotel sein Eigen nannte. Die Zeit verging und als wir uns auf den Heimweg machten, hatten wir wieder zahlreiche neue Freunde, Handynummern und Facebooknamen, die wir suchen und bei denen wir uns doch melden sollten!

Ca gegen 21Uhr kamen wir in unserem Hotel an. Robert hatte fleißig seine Deutschhausaufgaben gemacht und Liesa hatte geschlafen. Wir überlegten, was wir am Abend machen würden und uns fiel ein, dass wir ja auf der Gästeliste des Rain standen und in meinem Handy fand ich die Bestätigungsnachricht des Promoters Wes, in dem weitere Instruktionen standen, wie wir in den Club gelangen würden. Wir duschten also, machten uns fertig, rüschten uns auf und verließen gegen 23 Uhr das Hotel. Am Taxistand fanden wir gleich ein passendes Fortbewegungsmittel und knappe 10 Minuten später hielten wir vor dem Palms Hotel.

Im Hotel war es wie überall extrem voll, so gut wie alle Spielautomaten waren besetzt, ebenfalls die Roulettetische. Wir fragten uns zum Gästelistenschalter durch, bekamen ein VIP-Armband und wurden zum Eingang geschickt, an dem wir nochmal 10 Minuten warten mussten.

Endlich wurden wir eingelassen, stöckelten auf unseren hohen Schuhen hinein und wurden positiv überrascht: der Club war komplett voll und die Musik ausgesprochen gut. Wir kämpften uns durch die Menge, um irgendwo Platz zum Tanzen zu finden. Leider stellten wir bald fest, dass wir auch nach 3 Platzwechseln immer genau da standen, wo zufällig grad unglaublich viele Menschen lang mussten. Irgendwann fanden wir ein Stück freie Tanzfläche, auf der wir uns breit machten und unsere Hüften zu R’n'B, Hip Hop und House schwangen.

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Siv und ich tanzen beide sehr, sehr gern. Nicht dieses typische Tanzen, was man meistens sieht, dieses nur die Füße anheben und ab und zu mit den Armen wackeln… Nein, wir tanzen richtig! Ein lieber Freund von mir bezeichnet es immer als “Bouncen” und ja, das war genau das, was wir die nächsten 5 Stunden taten! Wie in Trance bewegten wir uns und merken irgendwann, wie ein Kreis um uns gebildet wurde und viel zu viele Menschen uns zuschauten! Von Zeit zu Zeit mussten wir anhängliche Verehrer abschütteln, die unbedingt mit uns tanzen wollten und dachten, wir wollten das auch. Aber nein, wir wollten nicht.

Nach einigen Stunden kündigte der DJ an, Flo Rida würde bald die Bühne betreten und wir sollten doch etwas Krach machen. Da wir alle etwas erklältet, heiser und stimmlos waren, überließen wir das Krachmachen den unzähligen afroamerikanischen Menschen, den vielen mexikanischen Clubbesuchern und den hellhäutigen zahlenmäßig absolut unterlegenen. Alles in allem ein bunter, aber recht dunkler Mix ;)

Einige Ankündigungen des DJ’s später kam dann auch endlich Flo Rida und die Menge brüllte! Wir heiser mittendrinn konnten nicht mehr als Klatschen. Wir standen recht weit hinten und direkt vor uns eine Wand aus Türstehergroßen und Bodyguardbreiten Schwarzen. Wir konnten nicht so viel sehen, tanzten hinter dieser Mauer und ich freute mich, einige meiner Lieblingslieder live zu hören. Um aber dennoch ein paar Erinnerungsfotos zu haben, bat ich einen von den schwarzen Riesen mit Liesas Camera ein paar Fotos zu machen, was dieser auch bereitwillig und breit grinsend tat.

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Wir hatten die Hoffnung schon aufgegeben, den Rapper wirklich und richtig zu sehen, als dieser auf die Schultern von einem seiner Bodyguards stieg und sich quer über die Tanzfläche tragen ließ, um auf der anderen Seite auf einer kleineren Bühne weiter zu performen. Siv konnte sich vor lachen kaum halten und erklärte mir, für sie sah Flo Rida auf den Schultern sitzend aus, wie ein großes, muskulöses Baby! Wir freuten uns, lauschten noch den letzten Liedern und erklärten sein neustes Lied “Whistle” zu unserem Las Vegas Lied.

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Nachdem der Rapper sich von der Bühne verabschiedet hatte, tanzten wir noch gute 2 Stunden, Kreise wurden gebildet, in denen spontane Breakdance Battles stattfanden und wieder und wieder mussten wir jungen und älteren Männern erklären, dass wir nicht mit ihnen tanzen wollten. Es ist interessant, dass man sich als Frau dafür rechtfertigen muss, warum man tanzt. In etwa so fand ein Gespräch zwischen mir und einem mitteljungen, recht aufdringlichen Herren statt: Er: Willst du tanzen? Ich: Ich tanze doch bereits! Er: Ja, tanz mit mir! Ich: Nein danke, ich tanze allein. Er: (irritiert) Warum?! Ich: Weil ich lieber allein tanze!? Er: Aber du musst mit einem Mann tanzen!? Ich: (mit kritisch hochgezogener Augenbraue) Nein! Er: Warum tanzt du dann überhaupt?! Ich: Weil es mir Spaß macht! Er dreht sich kopfschüttelnd um und geht…

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Tja, als Frau muss man mit einem Mann tanzen, sonst sollte man wahrscheinlich gar nicht tanzen. Vielleicht sollte ich ja zurück in die Küche gehn?! Für mich Superemanze natürlich komplett inakzeptabel. So ging das ganze Spielchen noch ein bisschen weiter, bis sich kein Mann mehr an uns heran traute und wir in Ruhe tanzen konnten.

Leider verließen uns dann auch so langsam die Kräfte und wir machten uns per Taxi auf den Heimweg. Gegen 5 Uhr morgens fielen wir müde ins Bett, jeder mit
seiner eigenen Melodie eines Flo Rida Songs im Kopf…

N.

ein gemütlicher Donnerstag endet wild…

‎Dienstag, ‎8. ‎Mai ‎2012, ‏‎23:01:40

…Wir erwachten spät am Donnerstag, zumindest Siv und ich. Liesa war schon seit Stunden wach und hatte einen ausgedehnten Spaziergang durch Las Vegas gemacht. Gegen 13.30 Uhr jedoch weckte sie uns mit ungefähr den Worten: “Mädels, ihr verschlaft den ganzen Tag!” Ich schob meine Schlafbrille hoch und konnte kaum aus den Augen schauen, Siv sah genau so fertig aus, wie ich. Der Tag konnte einfach nichts werden, das merkten wir sehr bald. Also gab es nur ein gemütliches Frühstück bei Dennys und dann legten wir uns an den Pool, genossen die Sonne und versuchten, einigermaßen wach und munter zu werden. Dieser Zustand stellte sich irgendwie bis abends nicht ein und so legten wir noch ein kleines Spätnachmittagsschläfchen ein und überlegten, was wir abends anstellen würden.

Gegen 0Uhr kam dann Robert an, der von LA einen späten Flug nach Vegas genommen hatte, um mit uns Feiern zu gehen. Durch das ganze Nichtstun am Tag war unsere Laune im Keller, wirklich im Keller. Wir waren immernoch müde, zerknautscht und grummelig. Wir wollten gern wenigstens einmal in Vegas in einen Stripclub, hatten jedoch herausgefunden, dass der, in den wir eigentlich wollten, zu war.

Trotzdem rafften wir uns auf und verließen das Hotel. Nach einigen Metern wurden wir von lauten “Stripclub! Stripclub!”-Rufen aus unserer schlechten Laune gerissen und unsere Gesichter hellten sich auf.. ja, auch meins! ;)

Von dem Abend kann ich leider nicht so viel berichten, denn man sagt ja, was in Vegas passiert, bleibt in Vegas. Ich kann nur soviel sagen: Der Film Hangover entspricht NICHT der Wahrheit, man darf nämlich im Stripclub keine Fotos machen… ;)

Es war ein toller, witziger und interessanter Abend, der mit einem langen Spaziergang den Strip hinunter endete. Im Hotel angekommen fielen Liesa und ich kurze Zeit später wieder in einen Dornröschenähnlichen Schlaf, während es Robert uned Siv noch in die Nacht hinaus trieb.

N.

Streetparty mit neuen Freunden

‎Sonntag, ‎6. ‎Mai ‎2012, ‏‎08:22:24

…da wir noch ca 45 Minuten bis zur Abfahrt Zeit hatten, machten wir uns auf den Weg, Downtown Los Angeles zu erkunden und entdeckten ein Paradies für jeden Hobbyschneider: Stoffladen an Stoffladen an Stoffladen! Uns gingen die Augen über und wir kamen aus dem Staunen kaum mehr heraus! Weiter gings zu einem -selbstverständlich- Schuhladen und einem Shop, in dem man allerlei interessante Kleidungsstücke kaufen konnte…

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Kurz vor 13Uhr machten wir uns auf den Rückweg, kamen auch pünktlich an und trafen sogar noch einen jungen Deutschen, der die letzten 7 Monate in Neuseeland verbracht hatte. Dann kam der Bus, wir suchten unsere Plätze und machten es uns bequem.

Die Fahrt durch die Stadt war schon ziemlich interessant: Läden, in denen man Partybedarf wie z.B. Pinatas, Luftballons und Heliumflaschen kaufen konnte, unzählige Fastfoodrestaurants, weitere Stoffläden und kleine Häusersiedlungen. Der Himmel war immernoch bedeckt und es war recht kühl als wir die Stadt verließen und auf die Berge zusteuerten.

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Siv und Liesa schliefen ziemlich bald ein, aber ich war viel zu aufgeregt und versuchte jedes Detail der Landschaft zu erfassen. Wir hatten die letzten Haltestellen der Buslinie passiert und weiter ging es. Als wir die Berge durchquerten, sahen wir die ersten Flecken blauen Himmels und kurze Zeit später knallte uns die Sonne ins Gesicht und man konnte sehen, dass die Wolken direkt über der Bergkette hingen, Nevade wurde von ihnen verschont.

Gegen 18.30 erreichten wir endlich Las Vegas und bestaunten aus dem Bus Hotels, Menschenmassen und riesige Malls, bis wir kurz vor 19Uhr an unserer Station ausstiegen. Dort entdeckten wir gleich einen Stand, an dem man Bustickets für die Fahrten in den Grand Canyon kaufen konnte und schlugen zu: Montag 6Uhr morgens würde uns ein Bus abholen und die 3 wichtigsten Stationen des Naturwunders abfahren, es würde Frühstück und Mittag geben und auf dem Rückweg würden wir sogar noch zur Route 66 fahren. Für etwas über 100 Dollar war der Preis war unschlagbar.

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Auf dem Weg zu unserem Hotel machten wir noch halt bei ‘Dennys’, unserem neuen Lieblingsdiner, um uns zu stärken. Gegen 22Uhr standen wir endlich an der Rezeption des ‘Imperial Palace’ und nahmen unsere Zimmerschlüssel entgegen. Hoch gings in die vierte Etage und rein ins Zimmer 4116. Wieder war alles angenehm, sauber, 2 Kingsize betten, aber leider kein Kühlschrank. Aber wir würden die 7 Tage trotzdem überleben.

Nachdem wir unsere Sachen verstaut,ein kleines Nickerchen gemacht und uns frisch gemacht hatten, gingen wir runter zur Bar neben dem Hotel, an deren Eingang man unseren Reisepass sehen wollte, den Liesa und ich natürlich im Zimmer gelassen hatten. Zurück gings zum Hotel, durchs riesige Casino und mit Passport wieder runter. Mein Pass wurde akzeptiert, Liesas ebenso, aber Siv’s Personalausweis nicht. Also gingen wir entnervt zurück zum Hotel. Ich setzte mich an die Hotelbar und bestellte 3 Drinks, doch Siv kam allein zurück: die Müdigkeit hatte Liesa praktisch überrannt und sie hatte nachgegeben, verständlich. Wir fanden an der Bar Freunde, die wir aber bald wieder verließen, um vor dem Hotel neue zu finden, ebenso auf dem Weg zur Bar, vor der Bar und in der Bar. Wir versuchten, all die neuen Verehrer abzuschütteln, was gar nicht so einfach war, ließen uns zahlreiche Ausreden einfallen und verließen schließlich doch gegen 2Uhr das Etablissement, gefolgt von 2 jungen Männern, die uns einfach nicht verlassen wollten. Vor der Bar trafen wir auf 4 junge afroamerikanische Rapper, die uns eine ihrer CD’s in die Hand drückten und schon war ein Gespräch im Gange. Einer von ihnen holte seine Camera heraus und schon rappten alle wild durcheinander. Wir brachten uns mit einigen Sätzen auf deutsch ein immer mehr Menschen gesellten sich zu uns. Die beiden Wachen vor der frisch geschlossenen Bar schauten sich nur grinsend und kopfschüttelnd an, während wir tanzten und lachten. Nach einer Weile verabschiedeten sich der junge Mann mit der Camera und seine Freunde. Wir machten uns gefolgt von einigen unserer neuen Freunde auf den Weg zum ‘Rockhouse’, einem Club direkt neben unserem Hotel, aus dem bereits laute Musik schallte und vor dem viele Menschen standen. Wir stellten uns dazu, tranken unseren Drink und lauschten der Musik, ob es sich lohnen würde, dort hinein zu gehen.

Während wir so da standen und versuchten, den frisch gekauften Wodka-Redbull runter zu würgen, mit dem wir den Club nicht betreten durften, überkam uns die Musik und wir begannen einfach, draußen zu tanzen. Unsere neuen Freunde tanzten mit und nach kurzer Zeit kam man an der tanzenden Menge kaum mehr vorbei. Breakdancer zeigten ihr Können und wir immer mittendrin! Es war fast wie in einem Bollywoodfilm, wo die Menschen auf der Straße plötzlich perfekt choreografiert anfangen zu tanzen, nur hatten wir keine Choreografie und kein Filmteam dabei, dafür aber unglaublich viel Spaß!

Morgens gegen halb 6 entschieden wir uns, mit 2 unserer neuen Freunde noch zu frühstücken und landeten ein weiteres mal im ‘Dennys’, wo es Frenchtoast und Pancakes gab. Wir hatten viel Spaß, bis uns die Müdigkeit gegen 8Uhr morgens endlich ins Bett trieb…

N.

Los Angeles

‎Samstag, ‎5. ‎Mai ‎2012, ‏‎07:57:57

… es ist ca 16.30 Uhr als wir endlich an unserem Hotel eintreffen. Das Zimmer ist sehr schön, modern eingerichtet, alles ist sauber und die Aussicht trotz bewölktem Himmel großartig.

Wir sitzen und überlegen, wie die nächsten Wochen werden. Unser Plan, ein Auto zu mieten und damit nach Las Vegas zu fahren gestaltet sich schwieriger, als gedacht. Wir sind alle 3 unter 25 und keiner von uns besitzt eine Kreditkarte, auch Robert ist erst 24. Er bietet uns an, unter seinem Namen das Auto zu mieten, selbst damit zu fahren und wir würden seins bekommen, letztendlich scheitert auch diese Idee daran, dass wir zu jung und einfach zu geizig sind, für 2 Wochen ca 1300 Dollar zu bezahlen.

Nach zahlreichen Anrufen bei Autovermietungen geben wir schließlich enttäuscht auf. Robert fragt, ob wir nicht einfach nach Vegas fliegen wollen und ich frage, ob es hier keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt, z.B. Busse und Züge. Sein geschocktes Gesicht deute ich als ‘Nein’ und vermisse in diesem Moment das perfekt ausgebaute öffentliche Verkehrsnetz in Deutschland. Dennoch googeln wir, ob es möglicherweise doch einen Bus gibt und werden fündig. Nach kurzer Zeit und Missbrauch von Roberts Kreditkarte haben wir 3 Tickets für den Bus um 13 Uhr von LA nach Vegas gebucht. Man braucht tatsächlich sogar eine Kreditkarte, um ein Busticket zu buchen…!

Wir suchen, welche der vier angegebenen Bushaltestellen die nächstgelegene ist und stellen fest, diese Stadt ist so unglaublich weitläufig, dass man ohne Auto wirklich aufgeschmissen ist. Robert, der in seinem Studium auch einen Deutschkurs belegt hat, erklärt mir: “Wenn du keine Auto haben du mussen bleiben zuhauser!” – Offensichtlich.

Nachdem wir zumindest schonmal ein Fortbewegungsmittel für den nächsten Tag haben machen wir uns auf die Suche nach einer bestimmten Telefonsimkarte, mit der wir können ‘nach hause telefonieren’ ;) Der Telekomshop hat bereits zu und der Technikladen im Einkaufscenter existiert nicht mehr. Erneut geben wir auf, setzten uns in ein Restaurant und schlemmen. Die letzte Mahlzeit gab es im Flugzeug, was nun auch schon wieder 8Stunden zurück liegt. Wir genießen Nachos und den ersten Burger, dem noch einige folgen werden… ;)

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Auf dem Weg zurück zum Auto merke ich, wie meine Aufmerksamkeit langsam schwindet. Nach dem Essen fließt ja bekanntlich das Blut aus dem Gehirn zum Magen. Den Rückweg zum Hotel verschlafe ich und während Siv und Liesa noch schnell ein paar Dinge im Supermarkt einkaufen und Robert zurück nach San Diego fährt um ein paar Sachen zu holen, liege ich längst in meinem Bett träume von den wunderbaren Dingen, die wir in den nächsten Tagen erleben werden :)

Gegen 0 Uhr weckt mich Siv und erklärt, dass Robert zurück ist und wir in einen Club gehen würden, aber nachdem meine Reaktion nicht mehr als ein verschlafenes grummliges Murmeln ist, gibt sie auf.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, wann die beiden zurück kamen, aber Liesa und ich schliefen und als wir am nächsten Morgen erwachten, war Robert bereits wieder auf dem Rückweg nach San Diego, da die Uni auf ihn wartete. Wir machten uns fertig und auf den Weg in den Supermarkt neben unserem Hotel. Ich muss sagen, dass ich mir Amerika schon ein bisschen verrückt vorgestellt hatte, was Nahrungsmittel betrifft, aber dieser “Ralphs” verschlug mir schon ein bisschen die Sprache! Süßigkeiten in XXL-Packungen, Torten in XXL-Packungen, Käse, Weißbrotscheiben so dick wie ein Buch… Es ist nicht verwunderlich, warum Amerika so stark übergewichtig ist, wenn es alles nur in Super Size gibt. Trotzdem fanden wir 3 für jeden etwas: Wasser für unterwegs, Minitomaten,ein Stück traumhaften Zitronenkuchen und ein bisschen was zum Knabbern für die 6stündige Busfahrt die vor uns lag.

Danach gings zum Frühstücken ins Diner nebenan, wo wir uns Pancakes, Frenchtoast und eine Art gefüllten Crepe mit Bohnenbrei gönnten. Alle waren einfach unglaublich freundlich, die Mitarbeiter im Ralps und ebenso in dem Diner, der Obdachlose, dem ich ein paar Doller zusteckte und der sich überschwänglich bedankte und auch die 3 riesigen Afroamerikaner, die über uns lachten, weil wir wir uns beim Essen fotografierten, filmten und wild gackerten. Uns wurde der Gebrauch von stimmungsaufhellenden Drogen unterstellt, was wir selbstverständlich verneinen konnten. Wir waren in Los Angeles, wir würden heut noch nach Las Vegas fahren und wir hatten ein wunderbares Frühstück vor uns zu stehen – definitiv genug Gründe für gute Laune!

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Nach dem Essen gings zurück ins Hotelzimmer, die Einkäufe in den Koffern verstauen und los zum Taxi, welches uns zur Busstation bringen würde. Ich weiß, einige werden jetzt wieder den Kopf schütteln, weil man von mir oft hört, dass ich Taxi fahre – aber die Alternative wäre gewesen, ca 5 Stunden zur Busstation zu laufen, mit unseren riesigen viel zu schweren Koffern und ohne den Weg zu kennen.

Der Taxifahrer war nett, es gab Anschnallgurte und er hielt sich sogar an Verkehrsschilder und Sicherheitsabstände! Ca 12.15 Uhr erreichten wir den Laden, in dem man sich melden und seine Sitzplatzkarten abholen musste, stellten unsere Koffer ab und waren unserem ersten Ziel – Las Vegas – ein kleines Stückchen näher!

Inzwischen ist es 22.45 Uhr, wir verschwinden jetzt zur Party ins Palms Hotel und morgen… morgen gibts Neues aus Vegas ;)

Kisses, N.

USA? USA!! Auf gehts…

‎Freitag, ‎4. ‎Mai ‎2012, ‏‎05:36:43

Siv und ich sitzen im Bus nach Las Vegas und uns wird klar, dass wir uns erst seit knapp 2 1/2 Monaten kennen und bereits zusammen im Urlaub sind! Am 14.2.2012 haben wir uns kennen gelernt – wie romantisch :D – und an dem Tag hatte sie mir erzählt, dass sie mit einer Freundin am 1.5. in die USA fliegen würde, Los Angeles und Las Vegas, 16 Tage den american way of life kennen lernen… Ich weiß noch, meine Reaktion war ungefähr so: “Boooooaaaaaahhh!!! Wie gern würd ich da mitkommen…!!!” – Tja, jetzt sitze ich im Diner an der Hauptstraße, schaue auf Limousinen, Hotels, Palmen und den Sonnenuntergang.

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Doch der Reihe nach.

Kurz vor der Reise in den Balkan wurde der entgültige Plan gefasst, dass ich Siv und Liesa begleiten würde. Auf gings ins Reisebüro, um den Flug zu buchen. Leider war die Maschine, mit der die beiden fliegen würden bereits ausgebucht, weshalb wir zwar zusammen bis London Heathrow fliegen konnten, ich aber den Flug um ca 9 nach LA nehmen musste, während die beiden noch eine Stunde länger Aufenthalt haben würden.

Da sich mein bester Freund momentan in New Jersey aufhält und ein Praktikum zu absolvieren und ich sowieso den Plan hatte, ihn zu besuchen – wie sollte ich es sonst 6 Monate ohne ihn aushalten?! :'( – überlegte ich, statt am 16.5. mit den beiden zurück nach Deutschland zu fliegen, noch ein paar Tage nach New York zu düsen, um ihn zu besuchen und mir diese wunderbare Stadt auch noch anzuschauen.

Gesagt, getan und den Flug gebucht.

Bereits am Wochenende vor dem Abflug war ich ziemlich aufgeregt. Montag gings ans Kofferpacken und spontan zum 1. Mai noch in die Nacht hinaus – wie man das in Berlin halt so macht – und morgens halb 5 mit dem Taxi Richtung Flughafen. Der Check In dauerte nicht lange und schon saßen wir im Flugzeug. Vom Flug kann ich nichts berichten, ich schlief, wie immer.

Ziemlich zerschlagen erwachte ich im verregneten, nebligen London und dort trennten sich unsere Wege: mein Flug sollte um 09:40 starten, also hieß es Schlange stehen, Reisepass zeigen, Schlange stehen, endlose Wege zurücklegen, Zugfahren, Schlange stehen, Pass zeigen und rein ins Flugzeug. Ich hatte das Glück, dass dieser Flug nicht komplett ausgebucht war, so dass zwischen der jungen Dame am Fenster und mir ein freier Platz blieb, den wir nutzten, um unsere Füße darauf abzulegen und in seltsamen Schlafpositionen über dem Sitz zu hängen. Irgendwas stimmte mit der Klimaanlage nicht, so dass ich die gesamte Zeit des ca 10stündigen Fluges fror. Zwar konnte ich mich zwar mit meiner Decke und der des ungenutzten Platzes zudecken, aber es war trotzdem eisig.

Nach einigen Schläfchen, 2 Mahlzeiten, 3 Filmen und zahllosen hasserfüllten Blicken, die dem viel zu kräftigen ca 4jährigen indischen Mädchen galten, welches schrie, kletterte, fiel, mit essen und Müll um sich warf, weinte, mich mit großen Augen anstarrte während ich Mentos aß und dreisterweise nichts abgab, landeten wir in Los Angeles.

Das “Auschecken” aus dem Flughafen dauerte ca eine Stunde: endlose Wege, Schlange stehen, Passkontrolle, Fingerabdrücke der linken Hand, Fingerabdrücke der rechten Hand und seltsame Fragen des kaugummikauenden Beamten hinter der Glasscheibe zogen sich hin. Als ich endlich meinen Koffer hatte, hieß es noch 2 Stunden warten, bis der Flug meiner beiden Mitreisenden endlich landen würde und auch sie die Prozedur bis zum Kofferempfang hinter sich hatten.

Vom Flughafen wurden wir abgeholt: Robert, ein 23Jahre junger Afroamerikaner und Freund von Siv würde uns aufsammeln und zum Hotel bringen. Knappe 20 Minuten später war er auch schon da und nachdem wir irgendwie unsere 3 Riesenkoffer seinem Honda verstaut hatten, gings mit Hupen, Schimpfen, wirrem Bremsen und Beschleunigen Richtung Hotel. Ich fühlte mich kurzzeitig an die Taksifahrer in Istanbul zurück erinnert, aber wir erreichten wohlbehalten unsere Unterkunft.

Ich muss jetzt leider abbrechen, obwohl es sooooo viel zu erzählen gibt, aber ich sitze in Vegas. Das sollte eigentlich als Erklärung reichen, aber um es genauer zu sagen: Vegas, 20.32 Uhr und Zeit, sich aufzurüschen und mit unseren 100 neuen Freunden weitere 100 neue Freunde kennen zu lernen und die Bars zu stürmen! :D

Ich meld mich morgen wieder und hoffe, ich schaffe es dann wieder etwas regelmäßiger! 1000 Küsse nach Deutschland!

N.

Es wird weiter gehen…

‎Sonntag, ‎1. ‎April ‎2012, ‏‎23:03:03

Eine Reise voller Abenteuer, Spannung, kultureller Highlights und außergewöhnlicher Menschen liegt hinter uns. Zeit alles noch einmal Revue passieren zu lassen und der Familie, den Freunden und den Bekannten die ganzen Geschichten zu erzählen. Was habt ihr erlebt? War es wirklich wie im Blog beschrieben? Und macht ihr nochmal so einen Trip? waren die häufigsten Fragen, die uns in den ersten Tagen begleiteten.

Schön war es, als es nach der Landung in Schönefeld wieder in das eigene Bett ging. Nun gut Nase L legte noch einen Zwischenstop im Appartment der Nase N ein, doch auch sie durfte sich bald auf zu Hause freuen. Schnell sprachen wir auch alles weitere noch ab. Schließlich sollte es bald noch mehr Bilder geben. Schon in den nächsten Tagen widmete sich Nellus dieser Vervollkommnung des Blogges. Jedem der es hören wollte erzählten wir die ganzen Details der Reise. Es war einfach ein schönes Gefühl wieder angekommen zu sein. Sicher, wir haben sehr viel Aufregendes erlebt und Skurilles gesehen, doch anstrengend war es allemal. Hinter uns liegen schließlich mehr als 5500 Kilometer, davon 4103km per Flugzeug, 238 km in einem Bus, Zugfahrend 1413 km und zu Fuß, davon will ich gar nicht erst anfangen zu schreiben. Ebenso eine Gepäckmenge von 15 Kilo auf dem Rücken und mehreren Beuteln in der Hand. Viele Versuche die ganzen Sachen in die letzten Ecken des Rucksackes zu stopfen. Zig geteste Betten und Hostels, sowie dutzende abgewimmelte “Heiratsanwärter”. Insgesamt doch eine wirklich gelungene Reise. Und deshalb wollen wir uns auf diesem Wege auch bei euch bedanken. Bei allen, die fleißig unsere Abenteuer verfolgt haben, die sich als Sponsor erwiesen, die sich Sorgen machten, die froh über tägliche “Alles-in-Ordnung-Meldungen” waren, die Anteil an unseren Abenteuer nahmen, die über den Gruseloppa lachten, mit uns fühlten als die Albaner kamen, die gut funktionierende südosteuropäische Infrastruktur bewunderten und und und… Also

EIN RIESIGES DANKESCHÖN!!!

Und auch im nächsten Urlaub werden wir bloggen und euch daran teilhaben lassen, wenn es wieder heißt “3 Nasen auf Abenteuerreise”. :wave::wave::wave:

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Greifen nach den Sternen

‎Donnerstag, ‎22. ‎März ‎2012, ‏‎16:54:42

Hey liebe blog – Leser, hier spricht die große L. Das Hotel hatte uns in seinen Bann gezogen. Dass dafür fast die gesamten Ersparnisse draufgegangen sind und wir für die letzten beiden Tage annährend so viel gezahlt haben, wie für die ersten 14 war uns egal. Die Muttis sagten, wir haben uns das verdient, also hatten wir es verdient. ;)

Ich muss zugeben, dass es sich mit Puschen und Bademantel als Bekleidung auch mal den ganzen Tag aushalten lässt.

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Nachdem wir den Spa Bereich inspiziert hatten, gingen wir hoch auf unser Zimmer und beschlossen auch das Restaurant nahe der Lobby auf Herz uns Nieren zu testen. 3 Nasen, die sich als Familie ausgeben (Josh – Vater Yusuf, Nelly – Mutter Fatma, Litz – Kind Mischma), können unter Umständen in einem Sterne Restaurant etwas anstrengend sein, wenn sie 2 mal das kostenlose Brot nachbestellen, Affengeräusche machen und ständig irgendwelche männliche Hotelbesucher im zeugungsfähigen Alter an ihren Tisch locken, die gern mit N aka. Paradies etwas trinken gehen würden. J und mich hat’s nicht gestört. Es kam Harry Potter im Fernsehen. Wir fragten uns zwar zwischenzeitlich, ob es nicht etwas eigentartig wäre, dass N kostenlos in der Dachterassenbar Cocktails spendiert bekommt und wir in Bademantel und Puschen auf unserem King Size Bett sitzen, uns eine Decke mit maximalen Ausmaßen teilen, den dritten Teil von Harry Potter gucken und uns die Eier schaukeln. Ähm…nein, das geht schon in Ordnung.

Am nächsten Morgen haben wir wieder unser Versprechen, nie im Urlaub (es heißt nicht umsonst Urlaub) einen Wecker zu stellen, gebrochen. Es gab jedoch einen triftigen Grund. Das Frühstück kostet 16 Euro p.P., was bedeutet, dass um spätestens halb 8 bis um halb 11 da unten gegessen wird, bis wir angesprochen werden, wer wohl der Vater sei. Gesagt – getan. Ich war satt bis um 20 Uhr. Zwischen den Mahlzeiten überkam uns jedoch der Bewegungsdrang und wir bewegten uns mit dem Fahrstuhl runter in den Spa Bereich, um 3 Saunagänge mit Ausruhen und Regenduschen und Jacuzzieren zu zelebrieren. Auch dieser schöne Tag neigte sich dem Ende zu, während N laut J das halbe Hotel aufriss, oder einfach nur clever war und ein paar kostenlose Cocktails genoss und wir wie die Paschas auf den 120000 Zoll Bildschirm starrten.

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Der letzte standesgemäße Morgen begann dann etwas ärmlicher mit Weißbrot aus der Tankstelle von gegenüber, Nutella und Frischkäse (schmeckte wie Kiri) “importiert” von der europäischen Seite Istanbuls. Leider neigte sich unser Aufenthalt um 12 Uhr dem Ende zu, aber der Hotelier war so nett und bot uns für die 7 Stunden, bis unser Flug ging, die Hotel Lobby an. Ein großer Fehler seinerseits, wie sich später herausstellte. Beschallt von Loungemusik und teilweise auch einem Klavierprofi verbrachten wir die Zeit liegend, sitzend, stehend, kauernd und ausgebreitet auf einer der 5000 Pokedollar Couchen.

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Unsere Wanderrucksäcke standen daneben und verschreckten einige gut betuchte Hotelgäste augenscheinlich. Bevor unser Taxi zum Flughafen gerufen wurde, gönnte sich J noch einige Sekunden Ruhm. Sie stand auf, bewegte sich langsam, aber sicher in Richtung Klavier, schwebte fast, spielte die ersten Takte von “Freude schöner Götterfunken”, stand auf und verbeugte sich, wie es sich für einen Profi gehört. Eine angemessene Verabschiedung vom Hotelpersonal, J. Das muss man dir lassen.

Mit einem weit besseren und das Leben zu schätzen wissenden Taxifahrer ging es nach Sabiha Gökcen. (Ich konnte mir diesen Namen nie merken und taufte den Flughafen deshalb auf “Sabrinas Gürkchen” – viel einfacher.) Dort beglückten wir den Zoll, den Check In Menschen und alles anwesende Personal mit unseren schlechten Witzen und unserer guten Laune und bekamen einen weiteren Stempel in unsere Reisepässe. Welch ein gelungener Abschluss. J bestand erst darauf, nicht in das Flugzeug einzusteigen, wenn verschleierte, nicht vertrauenswürdige Menschen einsteigen, doch wir konnten sie beruhigen. Letztendlich hat J eingesehen, dass sie dann doch nicht ein Leben lang am Flughafen bleiben kann, sondern mit nach Deutschland muss, auch mit Flugangst.

Wie ihr sicher alle schon erfahren habt, sind wir gut um 1:20 Uhr in Berlin gelandet, demzufolge gesund und munter wieder zurück – mit einem Rucksack voll “dirty Schlüppi”, “stinky Socks” und vielen tollen Erfahrungen.

L

Höllentrip in den Himmel

‎Montag, ‎19. ‎März ‎2012, ‏‎15:35:28

Am naechsten Morgen erwachten wir recht spaet und nachdem uns unser Gastvater bereits gegen 12 Uhr zu Gehen bat, verwarfen wir unseren Plan, noch die Zisterne nahe der Blauen Moschee zu besichtigen, da uns dieser Weg mit unseren gefühlten 100Kilo schweren Rucksaecken einfach zu beschwerlich vorkam. Es war inzwischen ziemlich warm geworden und wir stiefelten bergauf Richtung Bahnstation um wieder nach Taksim zu düsen, wo der Bus zum Flughafen Sabiha-Gökçen abfuhr.

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Es war der Tag, auf den wir schon lange ungeduldig gewartet hatten: nach Naechten im Bus und Zug, im Schlafsack auf teilweise recht unbequemen Matratzen, nach Schlaefchen in Starbucks und McDonalds würden wir endlich in ein 5Sterne Hotel einchecken. Recherchen hatten mich ein wunderschönes Hotel mit Pool, Hammam, Jacuzzi, Sauna und Massage finden lassen. Gefunden – gebucht!

Am Flughafen stiegen wir ein das Taksi eines jungen Mannes, der uns versicherte, den Weg zum Hotel zu kennen. Ein weiteres Mal fanden wir keine Sicherheitsgurte.

Die Fahrt zum Hotel dauerte knapp 25 Minuten und in dieser Zeit schrie L ca 50 Mal, J hatte wohl schon mit ihrem Leben abgeschlossen und ich überlegte mehrmals, ob ich schnell meine Eltern anrufen und mich verabschieden sollte!

Als Berliner ist man seltsame Fahrweisen gewöhnt, aber unser Taxifahrer konnte seine Fahrerlaubnis nur bei Ebay ersteigert haben! Kommentare wie “Der will uns umbringen! Aber was zur Hölle haben wir dem denn getan?!, “Der macht hier ‘Need for Speed Asia’!” oder “Ich will noch nicht sterben!!!” fielen. Ich wollte ihm erklaeren, dass ich das einzige Kind meiner Mutter sei und würde er mich umbringen, würde meine Mutter ihn finden und ihm grauenvolle Dinge antun, aber seine Englischkenntnisse reichten grade so um uns mit einem breiten Grinsen zu erklaeren “Driving no problem!”

Wir hatten Angst, Todesangst. Waehrend er mit seinem Iphone telefonierte, auf einem weiteren Handz Sms schrieb, aus einer Coladose trank, aus dem Fenster und in den Rückspiegel sah, lenkte er mit dem Knie. J sass in der Mitte und berechnete schon die Flugbahn, die sie einschlagen würde, sollten wir einen Unfall haben. L biss auf ihre Jacke, um nicht alle paar Sekunden angsterfüllt loszuschreien undich konntrollierte indes alle paar Sekunden, ob ein Auto hinter uns war, welches auf uns prallen würde, sollte der Taksifahrer mal wieder bei 80Km/H eine Vollbremsung einlegen.

Mit Schweissperlen auf der Stirn und um 30Pokedollar aermer stürzten wir endlich aus dem Taxi, als dieses vor dem Divan Hotel Asia hielt.

Ein mit unseren Rucksaecken etwas überforderter Gepaecktraeger half uns und nach 10 Minuten hatten wir eingecheckt.

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Zimmer 904 sollte das unsere sein. Hoch gings mit dem Fahrstuhl in die 9te Etage, wieder erhielten wir Hilfe beim Gepaeck und kurze Zeit spaeter standen wir sprachlos in unserem Zimmer.

Es war wunderschön. Schon die Hotellobby hatte uns mit ihrer Grosszügikeit und den leichten Beige- und Sandtönen verzaubert und genaus so war auch das Zimmer. Ein riesiges Bett, ein riesiger Fernseher, Blick auf das Marmarameer und die Prinzeninseln, ein Wasserkocher und einige Tees und auch das Bad überzeugte sofort. Vor allem der Lautsprecher, mit dem man im Bad dem Fernsehprogramm lauschen konnte, hatte es uns angetan.

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Wir sprangen und hüpften und plötzlich fiel alle Anspannung der letzten 14 Tage von uns ab. Wir hatten so viel erlebt und gesehen, gestaunt und entdeckt, viele nette und hilfsbereite Menschen getroffen und hatten kaum gemerkt, dass das Ganze doch auch sehr anstrengend gewesen war. Sicher, wir hatten uns auch ausgeruht und gechillt und uns nicht stressen lassen, aber J und L hatten die 3 Naechte im Bus und Zug doch ziemlich angestrengt. Wir konnten förmlich sehen, wie alle Anspannung von uns abfiel und kaum eine Stunde spaeter lagen wir schon im Jacuzzi, schwammen im Pool herum und genossen die Sauna.

Da die asiatische Seite Istanbuls kaum Möglichkeiten für Sightseeing bietet und wir das Hotel und den Spabereich voll und ganz auskosten wollten, war schnell beschlossen: Wir setzen in den naechsten 48 Stunden keinen Fuss vor die Tür.

N.